Die Presse

Exhibition in NAI

18. April 2019 Frühlingsfest in Linz

Wow, was für ein Auftritt! Mit ihrer fantastischen Stimme, ihrer Leidenschaft und ihrer Bühnenpräsenz beeindruckte Ksenia Skorokhodova am 5. April 2019 das Publikum in der Linzer Innenstadt und machte Lust auf einen Besuch der „Fledermaus“, die im Sommer im Rahmen des Festivals KLANGBADHALL aufgeführt wird. Wer die sympathische Künstlerin vorher schon live sehen möchte, sollte am Nachmittag des 18. April 2019 ins Zentrum Muldenstraße kommen, auch dort wird sie beim Frühlingsfest das Publikum begeistern.

Infos zum Frühlingsfest: www.zentrum-muldenstrasse.at
Infos zum Festival: www.klangbadhall.at

Ksenia SKOROKHODOVA (Sopran): Ohne Träume geht es in diesem Beruf nicht!

Ksenia Skorokhodova (links) beim „Online-Merker. Foto: Markus Hörhan
Ksenia SKOROKHODOVA zu Gast beim Online-Merker (22.Oktober 2018)

In einer derart heiteren, ungezwungenen Atmosphäre hat selten bei uns ein Künstlergespräch stattgefunden. Auch Ksenia Skorokhodova (Sopran) scheint eine Frohnatur zu sein, kein Wunder bei diesem Aussehen. Sie steht am Beginn ihrer Kariere, das heißt, sie schöpft alle Möglichkeiten aus, diese zu machen. Eine CD hat sie über Crowdfunding selbst finanziert. Aber auch Wien ist kein Selbstläufer. Sie ist hier zwar nahe dran, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, aber ohne Glück geht auch in Wien nichts, wo jede Sängerin/jeder Sänger darauf wartet, vom Glück auserkoren zu werden.

Den optischen Vorteil hat sie, wie Sie auch ihrer Webseite mit zahlreichen Portraitfotos entnehmen können.

KSENIA SKROKHODOVA – die internationale Stimme Russlands

Ksenia Skorokhodova. Foto: Webseite Skorohodova
Ksenia wurde in keiner Musikerfamilie geboren und wollte auf eigenen Wunsch hin die Musikschule besuchen. Trotz der damaligen Schwierigkeiten in der Stadt Wolgograd förderten Ksenias Eltern schon sehr früh ihre musikalische Ausbildung. Mit 6 Jahren lernte sie Violine in der Musikschule und sie zeigte gleichzeitig besonderes Interesse an Chor- und Sologesang in der Klasse von Svetlana Davidenko. 2011 machte sie die Abschlussprüfung am Musik-College P.A. Serebryakov (Wolgograd) in der Klasse von Elena Yuneeva mit Auszeichnung (Schwerpunkt Chor, Ensemble und Sologesang). Während ihrer College-Zeit, wurde sie Diplomandin bei mehreren russischen und internationalen Wettbewerben, wie z.B. „Orfei“, „Art-Vokal“ oder „Musik ohne Grenzen“ in Litauen. Nach dem College verließ sie ihre Heimatstadt und begann das Sologesang-Studium bei Professorin Tatiana Smelkova an der „Russisch Staatlich Pädagogischen A.I. Herzen-Universität“ in der kulturellen Hauptstadt Sankt Petersburg. Ihre Professorin erkannte sofort ihr außerordentliches Talent und das einzigartige Timbre ihrer Stimme. Sie bestärkte ihren Wunsch eine Sängerinnen-Karriere anzustreben und unterrichtete sie täglich, wodurch ein freundschaftliches Verhältnis entstand. In dieser Zeit wurde sie Diplomandin bei internationalen Wettbewerben in Estland. Außerdem konnte sie den zweiten Platz beim internationalen Wettbewerb „The Fifth International Competition Saint-Petersburg Reflected In World’s Musical Culture“ und den ersten Platz beim internationalen Wettbewerb „Peter’s Paradies“ in St. Petersburg erreichen. Im Jahr 2015 machte sie die Abschlussprüfung und zog kurz darauf nach Wien um, wo sie am Vienna Konservatorium bei Gabriele Rösel und privat bei Prof. Gerhard Kahry und Prof. Martin Vacha studiert. Sie nimmt außerdem an Meisterkursen, Workshops (Schauspiel für Opernsänger bei Leonard Prinsloo) und Wettbewerben teil. Im Mai 2017 stand sie als Gianetta in G. Donizetti’s Oper „L’elisir d’amore“ im Rahmen des Plusopera-Projekts (Otto Edelmann Society) auf der Bühne (Musikalische Leitung: Anna Sushon, Regie: Leonard Prinsloo). Am 23.12.2017 debütierte sie auf Einladung von Maestro Ahmed El Saedi im großen Saal der Oper Kairo als erster Solosopran in Mozarts großer c-Moll Messe. Im Jahr 2018 steht sie neben Soloauftritten und TV-Auftritten als Lucy in Menottis Oper „The Telephone“ auf der Bühne. Im Moment bereitet sie sich unter anderem für die Rolle Rosalinde in der Fledermaus für Klang Bad Hall 2019 vor (künstlerische Leitung: Ernst Theis, Regie: Gerald Pichowetz).

Soweit die von ihr selbst veröffentlichte Biographie. Inzwischen sind natürlich Termine dazugekommen, manche freilich noch im Verhandlungs-Endstadium, so dass sie noch nicht genannt werden können.

Ksenia Skorokhodova in Menottis „The Telephone“ (Otto Edelmann-Society). Foto: Edelmann-Society

Vor Operette schreckt Ksenia Skorokhodova nicht zurück, gerade in diesem Genre ist das Aussehen, also die optische Glaubwürdigkeit einer dazustellenden Figur besonders wichtig.

Ihre Sprachbegabung ist enorm (eigentlich eine Grundvoraussetzung für diesen Beruf). Das Deutsch der Ksenia Skorokhodova ist perfekt, praktisch akzentfrei – wovon wir uns beim Interview überzeugen konnten.

Ist der Name ein „Zungenbrecher“? Ich denke nicht, versuchen Sie es doch dreimal (ein Tipp: teilen Sie in zwei Silben, dann sprechen Sie ihn problemlos aus.). Das „kh“ im Namen spricht man wie das deutsche „ch“. Ein Zungenbrecher ist Anita Rachvelishvili – und die Dame hat damit eine Weltkarriere gemacht. Wenn ein einfacher Name aber nötig erscheint, wird sie darüber nachdenken.

Träume? Ohne Träume geht es in diesem Beruf nicht. Ksenia Skorokhodova scheint „geerdet“ zu sein!

Was also sind ihre Träume, wohin soll die Reise gehen?

Ksenia möchte gefragt sein, auf den Konzert- und Opernbühnen dieser Welt. Ständige Weiterentwicklung und die Zusammenarbeit mit inspirierenden Dirigenten, Regisseuren und Künstlerkollegen ist ihr ein großes Anliegen. Ihre größten Träume möchte sie im Augenblick bei sich lassen, da sie sie als ihre inneren Kraftquellen betrachtet.

Anton Cupak sprach mit der Sopranistin am 22.10.2018

WIEN/ Salvatorsaal der Mariahilferkirche: Ksenia Skorokhodova (Sopran), Maryna Lopez (Mezzosopran), Markus Hörhan (Trompete) und Nina Violetta Aichner (Klavier).

WIEN/ „Lange Nacht der Kirchen“ am 25.5.2018. Salvatorsaal der Pfarre Mariahilf
Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariahilf, Wien

Konzert im Salvatorsaal mit Ksenia Skorokhodova (Sopran), Maryna Lopez (Mezzosopran), Markus Hörhan (Trompete) und Nina Violetta Aichner (Klavier).

Die Hauptsehenswürdigkeit der ehemaligen Propstei Mariahilf, das Sommer-Refektorium – heute Salvatorsaal. Vinzenz Fischer malte 1770 das riesige Deckenfresko – die Verklärung des Hl. Apostels Paulus. Josef von Pichler schuf in den Nischen Darstellungen der Stifter des Barnabitenordens: Ferrari, Zaccaria und Morigia.

Die „Lange Nacht der Kirchen“ zog auch dieses Jahr zahlreiche Menschen an, ob nun Gläubige oder Touristen, bloß Neugierige oder auch Musikliebhaber – diese eben im Salvatorsaal, in dem ein Non-Stop-Programm bis nach Mitternacht ablief. Für eine Stunde „gehörte dieser Saal der Gruppe um Ksenia Skorokhodova (Sopran), Maryna Lopez (Mezzosopran), Markus Hörhan (Trompete) und Nina Violetta Aichner (Klavier).

Der Saal war gut gefüllt, die Zuschauer erfreuten sich sichtlich an einem anspruchsvollen Programm, das wenig mit Kirchenmusik zu tun hatte, sieht man von den beiden eröffnenden „Ave Maria“ von Gounod (Maryna Lopez) und – als Überraschung – jenes von Vladimir Vavilov (entstanden erst 1970, gesungen von Ksenia Skorokhodova) ab. Dann aber ging es schon ab mit „Schlagern“ aus Oper und Operette (Programm siehe unten).

Ksenia Skorokhodova mit Mozarts Susanna, mit flexiblem, glockenhellen Sopran tadellos bewältigt, Maryna Lopez mit dramatischen Aplomb bei Donizettis „Favorita“ und einer wunderschön vorgetragenen „Dalila-Arie“ mit berückenden Tiefen und einem temperamentvvoll dargebotenen Marschfoxtrot von Nico Dostal. Markus Hörhan entlockte seiner Trompete Piazollas „Libertango“. Nina Violeta Aichinger war eine souveräne musikalische Begleiterin.

„Meine Lippen, die küssen so heiß“ (Ksenia Skorohodova verführerisch), durfte natürlich nicht fehlen.
Herzlicher Applaus des sichtlich zufriedenen Publikums, das aus viel „Laufkundschaft“ bestand – wie es auch sein soll. Der Zweck (die Leute in einen Kirchensaal zu locken) heiligt manches Mittel! Besonders in der „Langen Nacht der Kirchen“

Fred Schwarz
1. C. Gounod: „Ave Maria“
2. V. Vavilov (G. Caccini): „Ave Maria“
3. G. Bizet: Das Zigeunerlied der Carmen „Chanson Bohéme“ aus „Carmen“
4. W.A.Mozart: Arie der Susanna „Giunse alfin il momento…Deh vieni, non tardar“ aus „Le nozze di Figaro“
5. G. Donizetti: Rez. und Arie der Leonora „O, Mio Fernando!“ aus „La Favorita“
6. G. Puccini: „Quando me’n vo“ aus „La Bohéme“
7. C. Saint Saens: Arie der Dalila „Mon coeur s’ouvre á ta voix“ aus „Samson et Dalila“
8. F. Lehár: Vilja Lied aus „Die lustige Witwe“
9.. N. Dostal: Marschfoxtrot „Heut Abend lad ich mir die Liebe ein“ aus dem Film „Das Lied der Wüste“
10. E. Künneke: „Strahlender Mond“ aus „Der Vetter aus Dingsda“
11. F. Lehár: Lied der Giuditta „Meine Lippen, sie küssen so heiß
12. A. Piazzolla: „Oblivion“
12. A. Piazzolla: „Libertango“ (Markus Hörhan (Trompete)

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